Das Wichtigste im Überblick

Die rechtliche Grundlage für das FSJ und das FÖJ ist das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG), für den IJFD ist dies die Richtlinie zur Umsetzung des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes.

  • Die geregelten Jugendfreiwilligendienste stehen allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig vom Schulabschluss offen, sofern sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Geschlecht, Herkunft und finanzielle Situation spielen dabei keine Rolle.
  • FSJ, FÖJ und IJFD müssen mindestens sechs und dürfen i. d. R. höchstens 18 Monate dauern, regelmäßig beträgt die Dienstzeit jedoch zwölf Monate.
  • Die Freiwilligen sind im FSJ und FÖJ sozialversichert und erhalten während ihrer Dienstzeit ein Taschengeld. Zusätzlich können Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung gestellt werden. Auf Antrag des jeweiligen Trägers kann ein Freiwilligenausweis beantragt werden.
  • Im IJFD können die Freiwilligen ein angemessenes Taschengeld, Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung, Reisekosten oder ggf. entsprechende Geldersatzleistungen erhalten. Sie müssen in jedem Fall während des Dienstes im Ausland eine umfassende Absicherung durch privatrechtliche Versicherungsverträge des Trägers, eine Anmeldung in der gesetzlichen Unfallversicherung sowie Urlaub in angemessenen Umfang erhalten.
  • Bei Vorliegen der allgemeinen gesetzlichen Voraussetzungen werden in allen Jugendfreiwilligendiensten Kindergeld und (Halb-)Waisenrente gezahlt.
  • Die Jugendfreiwilligendienste werden von zugelassenen Trägern in den ihnen angeschlossenen Einsatzstellen durchgeführt. Mit dem Träger schließt der/die Freiwillige die Vereinbarung ab. Im FSJ und FÖJ sind die Träger bundesweit tätigen Zentralstellen angeschlossen.
  • Bei den Jugendfreiwilligendiensten handelt es sich weder um ein Arbeits- noch ein Ausbildungsverhältnis, sondern um ein Bildungsjahr.
  • Der Freiwilligendienst wird grundsätzlich ganztägig abgeleistet. Im FSJ/FÖJ sind, bei Vorliegen gewichtiger Gründe, in Einzelfällen Ausnahmen möglich.
  • Die Freiwilligen haben über gewählte Sprecherinnen und Sprecher die Möglichkeit, ihre Interessen zu vertreten und an der Gestaltung der JFD mitzuarbeiten.
  • Während ihres Dienstes werden die Freiwilligen pädagogisch begleitet. Dazu finden verpflichtende Bildungsmaßnahmen (Seminare) statt. Bei einer 12-monatigen Dienstzeit sind es 25 Bildungstage. Ein wesentlicher Teil ist die persönliche Beratung und Begleitung sowie fachliche Anleitung in der Einsatzstelle.
  • Nach Beendigung der Dienstzeit wird eine Bescheinigung ausgestellt, auf Wunsch auch ein individuelles Zeugnis.
  • In einzelnen Bundesländern werden das FSJ und das FÖJ ebenfalls nach eigenen Richtlinien gefördert.

Die Servicestelle Jugendfreiwilligendienste im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) berät (potentielle) Freiwillige, Träger und Einsatzstellen.